HDR in Photoshops Adobe Camera RAW entwickeln

Mit dem Update auf Lightroom 4.1 kam eine Neuerung – man kann seitdem 32 Bit (HDR) Bilder entwickeln.

Ich habe mir gedacht – wenn das mit Lightroom geht, warum sollte das mit Photoshop nicht funktionieren – die beiden verwenden ja schließlich das gleiche RAW Plugin. Und tatsächlich – mit Photoshop Bordmitteln geht das genauso gut…

…zuerst erstellt man aus einer Belichtungsreihe ein normales 32 Bit Bild. Das geht am einfachsten aus der Bridge heraus, indem man die Bilder der Belichtungsreihe markiert und unter Werzeuge/Photoshop/Zu HDR Pro zusammenfügen wählt

Alternativ kann man auch in Photoshop Datei/Automatisieren/Zu HDR Pro zusammenfügen wählen – was einem die Möglichkeit bietet die Option Bilder automatisch ausrichten ein oder aus zu schalten (Photoshop merkt sich die Einstellung für weitere HDRs)

Nachdem Photoshop das Bild fertig berechnet hat läßt man die Standardeinstellung unter Modus auf 32-Bit und klickt auf OK. (wenn man möchte kann man unter dem Histogramm noch den Weißpunkt verschieben – dieser beeinflußt nachher nur die Vorschau auf das noch nicht fertige HDR)

Außerdem kann man die Einstellung Geisterbilder entfernen anhaken – das entfernt Bildteile die nicht in allen Aufnahmen der Belichtungsreihe vorhanden waren (z.B. Personen die sich durchs Bild bewegt haben – oder Blätter)

Nach Klick auf OK erhält man ein Bild in Photoshop welches man einfach nur speichert – und zwar als TIF (Datei/Speichern unter)

Man kehrt zurück zur Bridge und öffnet das Bild mit STRG+R  (oder Rechtsklick: In Camera RAW öffnen). Oder in Photoshop über den Datei/Öffnen als wo man Camera RAW auswählen muß.

Jetzt hat man alle Möglichkeiten von Camera RAW auf einem 32 Bit Bild. Je nachdem wie gut die Belichtungsreihe war kann hier anders wie sonst die Belichtungswerte von -10 bis +10 verändern (10 Blenden). Man erhält in kürzester Zeit erstaunlich gute Ergebisse.

Hier das Beispiel von oben:

Nach ein paar Anpassungen (2 Minuten)

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „HDR in Photoshops Adobe Camera RAW entwickeln

  1. Wenn man die 32bit-Datei denn als Tiff speichert und nicht als HDR… Ich speichere gemeinhin in HDR, weil ich unter Photomatix weiterbearbeite. Aber wenn man das nicht hat oder erst anschaffen muss, ist Dein Weg eine schöne Alternative.

    Es gibt noch aDRI, das läuft so ähnlich: Man legt wie oben beschrieben über Skripten die Bilder als Ebenen übereinander, macht ein(!) Smartobjekt draus im Stapelmodus arithmetisches Mittel und bearbeitet mit dem Tiefen-Lichter-Filter.

    Zurück zu Deinem Tipp: Interessant ist es übrigens, die Voreinstellungen von ACR so zu ändern, dass auch Tifs gleich in ACR geöffnet werden. Für diese Voreinstellung gibt es eine Aktion, die während der Bildbearbeitung eine Ebene in Tif umwandelt und in ACR öffnet! Damit kann man z.B. wunderbare Vignetten bauen und auch sonst manche Einstellungen wesentlich einfacher und umfassender erledigen als unter Photoshop!

    Gruß
    Klaus

  2. Es hat sich viel geändert mittlerweile. In Photoshop CC kann man Camera RAW als Filter (auch SmartFilter) auf beliebige Ebenen anwenden. Photomatix ist schön und gut – hab ich auch. Aber oft reicht die hier beschriebene Methode und bringt natürlichere Ergebnisse.
    Gruß
    Martin

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